Der Verteidigungsminister sieht die Aufstockung der Truppen auf einem "exzellenten Weg". In der ARD bezeichnet er US-Präsident Trump als uneinsichtig und respektlos.
Trotzdem werden die Militärs Berechnungen anstellen können um die Kampfkraft zu bewerten. Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
Amerikaner in Vietnam
Die Verringerung der amerikanischen Militärhilfe, die zum Lebensnerv der südvietnamesischen Streitkräfte geworden war, bewirkte einen materiellen und psychologischen Aufruhr und Verfall in dieser Armee.
Afghanistan wurde andererseits bereits vor dem Engagement der UdSSR vorbereitet.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Verständnis der Resourcen ist.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa. Es kann nicht beides sein. Wo ist die Aufstellung der Kampfkraft, die entweder das eine oder das andere begründet?
Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
Das passiert doch auch. BeispielsweiseOberst Resner vom österreichischem Bundesheer, General a.D. Bühlerbeim MDR Podcast „Was tun, Herr General?“, der NDR sendet seit Jahrzehnten „Streitkräfte und Strategien“, der Historiker Neitzel, Niko Langeund noch weitere. Die Militärs unterliegen aber einer Geheimhaltungspflicht, wenn nicht mehr aktiv, verfügen sie (meist) nicht mehr über aktuelle Geheiminformationen.
Und selbst der russische Generalstab mit allen Ressourcen und verfügbaren Informationen hat vermutlich die Lage falsch einschätzt. Eine Redaktion wird das auch nicht alles leisten können.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa.
Die russische Armee ist nicht inkompetent. Darüberhinaus sind nicht alle Einheiten in der Ukraine aktiv, es können sehr wohl Einheiten in der Ukraine schlecht aufgestellt sein und trotzdem noch gut ausgestattete Einheiten in der Reserve sein.
Bei all den Experten habe ich bis jetzt aber eben keine echte Analyse gesehen. Es gibt Meinungen, aber keine möglichst vollständige Gegenüberstellung der militärischen Mittel.
Niemand kann alle oder möglichst viele Punkte wissen und berücksichtigen. Und dann muss noch eine möglichst neutrale Auswertung erfolgen. Ich denke, dass das nicht möglich ist, bzw. es nicht geben kann. Daher auch mein Punkt, dass möglicherweise der russische Generalstab Fehler in seinen Szenaren gemacht und die Lage falsch eingeschätzt hat. Wissen, ob das tatsächlich und falls ja, in welchen Umfang das der Fall war, weiß ich natürlich nicht.
Vermutlich können nur Historiker, vorausgesetzt es gibt noch genug Unterlagen, auch von verschiedenen Parteien, im Nachhinein allgemein die beste Einschätzung liefern.
Für die beste Einschätzung stimmt das. Es gibt aber für den normalen Bürger nicht mal eine grobe Näherung.
Ungenauigkeit bleibt.
Vor dem Krieg konnte z.B. niemand vorhersagen, dass Russland einfache Bomben in Glidebombs umbauen konnte. Die Logistik, um das Vorrücken der russischen Artillerie zu stoppen wird die Ukraine aber kalkuliert haben und gesehen haben, dass es machbar ist.
Das Militär hat diverse Analyseverfahren. Diese Verfahren könnte man mit öffentlichen Daten durchführen. Russland hat diese Daten. Der Bürger sollte nicht uninformiert bleiben.
der russische Generalstab Fehler in seinen Szenaren gemacht und die Lage falsch eingeschätzt hat
Es gab sicher Fehler. Ich glaube aber nicht, dass Russland ernsthaft geglaubt hat, in drei Tagen zu gewinnen. Ein schneller Sieg wurde versucht aber die Ukraine hatte Verteidigungsstellungen, die seit 2014 aufgebaut wurden und die nicht vor Russland verborgen geblieben sein konnten.
Ich weiß nicht genau welche Daten du jetzt meinst. Ich will nur ein Beispiel bringen, ein Kampfpanzer benötigt hunderte Liter Kraftstoff und entsprechend Munition pro Tag, die Besatzung muss versorgt werden (Essen, Hygiene, etc.). Selbst wenn ich weiß, über wieviele Panzer ein Land verfügt, kann ich immer noch keine gute Einschätzung geben, wieviele und wie lange sie einsetzbar sind. Die ganze Logistik unterliegt einer Alterung, es kann Korruption geben z.B. werden neue „Dinge“ abgezweigt, während die veralteten im Lager verbleiben etc. Das sind alles Zahlen, die nicht verfügbar sind und sich schlecht einsehen lassen. Selbst für die eigene Armee, geschweige denn von außen. Ich denke nach wie vor, dass Einschätzungen immer fehlerbehaftet sind und das Beste was möglich ist schon jetzt in freien Medien verfügbar ist.
Ich weiß nicht, was geplant war, aber ich glaube schon, dass ein schneller Krieg geplant war. Die Truppen kamen direkt aus einem Manöver und sollten offiziell zurück in die Kasernen. Stattdessen stand sie dann in einer endlosen Schlange auf der Straße in der Ukraine. Der Flugplatz in Kyjiw konnte nicht erobert werden und der Nachschub kam ins Stocken. Vermutlich war man nicht darauf vorbereitet, die Einheiten solange im Feld zu lassen. Ich halte es für vorstellbar, dass etwas ähnliches wie in Venezuela, nur ohne Besatzungstruppen, geplant war. Die Regierung sollte mit einer Kommandoaktion festgesetzt oder dann hingerichtet werden, der Staat und die Armee kollabieren und Besatzungstruppen rücken ohne großen Widerstand nach. Zumindest deutet das Vorgehen in den ersten Kriegszügen imho darauf hin. Erst mit Scheitern der Aktion wurde neu geplant. Ob die Einschätzung so stimmt, keine Ahnung.
Ich denke nach wie vor, dass Einschätzungen immer fehlerbehaftet sind
ja
und das Beste was möglich ist schon jetzt in freien Medien verfügbar ist.
Ich hab’s zumindest bis jetzt nicht gesehen. Ich habe nur Artikel gesehen, die erklärt haben, wie das Militär die Kampfkraft bewertet, ohne aber das Resultat zu sehen. Es gibt Tabellen mir Kennziffern für jede Waffe und wahrscheinlich noch viel genauere Verfahren.
Ich halte es für vorstellbar, dass etwas ähnliches wie in Venezuela
Ich glaube nicht ausschließlich, aber es wurde probiert. Die Verhältnisse waren aber nicht gleich. Der NYT Artikel über die Kaserne in Wiesbaden lässt erahnen, wie sehr die Ukraine unterstützt wurde. Es gibt aus 2015 den Vortrag von George Friedman, wo er bei 1:50 erzählt, dass die USA Orden an ukrainischen Soldaten wie an eine eigene Armee verteilt haben.
Trotzdem werden die Militärs Berechnungen anstellen können um die Kampfkraft zu bewerten. Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frühjahrsoffensive_in_Vietnam_1975
Afghanistan wurde andererseits bereits vor dem Engagement der UdSSR vorbereitet.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Verständnis der Resourcen ist.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa. Es kann nicht beides sein. Wo ist die Aufstellung der Kampfkraft, die entweder das eine oder das andere begründet?
Das passiert doch auch. BeispielsweiseOberst Resner vom österreichischem Bundesheer, General a.D. Bühlerbeim MDR Podcast „Was tun, Herr General?“, der NDR sendet seit Jahrzehnten „Streitkräfte und Strategien“, der Historiker Neitzel, Niko Langeund noch weitere. Die Militärs unterliegen aber einer Geheimhaltungspflicht, wenn nicht mehr aktiv, verfügen sie (meist) nicht mehr über aktuelle Geheiminformationen.
Und selbst der russische Generalstab mit allen Ressourcen und verfügbaren Informationen hat vermutlich die Lage falsch einschätzt. Eine Redaktion wird das auch nicht alles leisten können.
Die russische Armee ist nicht inkompetent. Darüberhinaus sind nicht alle Einheiten in der Ukraine aktiv, es können sehr wohl Einheiten in der Ukraine schlecht aufgestellt sein und trotzdem noch gut ausgestattete Einheiten in der Reserve sein.
Bei all den Experten habe ich bis jetzt aber eben keine echte Analyse gesehen. Es gibt Meinungen, aber keine möglichst vollständige Gegenüberstellung der militärischen Mittel.
Niemand kann alle oder möglichst viele Punkte wissen und berücksichtigen. Und dann muss noch eine möglichst neutrale Auswertung erfolgen. Ich denke, dass das nicht möglich ist, bzw. es nicht geben kann. Daher auch mein Punkt, dass möglicherweise der russische Generalstab Fehler in seinen Szenaren gemacht und die Lage falsch eingeschätzt hat. Wissen, ob das tatsächlich und falls ja, in welchen Umfang das der Fall war, weiß ich natürlich nicht.
Vermutlich können nur Historiker, vorausgesetzt es gibt noch genug Unterlagen, auch von verschiedenen Parteien, im Nachhinein allgemein die beste Einschätzung liefern.
Für die beste Einschätzung stimmt das. Es gibt aber für den normalen Bürger nicht mal eine grobe Näherung.
Ungenauigkeit bleibt. Vor dem Krieg konnte z.B. niemand vorhersagen, dass Russland einfache Bomben in Glidebombs umbauen konnte. Die Logistik, um das Vorrücken der russischen Artillerie zu stoppen wird die Ukraine aber kalkuliert haben und gesehen haben, dass es machbar ist.
Das Militär hat diverse Analyseverfahren. Diese Verfahren könnte man mit öffentlichen Daten durchführen. Russland hat diese Daten. Der Bürger sollte nicht uninformiert bleiben.
Es gab sicher Fehler. Ich glaube aber nicht, dass Russland ernsthaft geglaubt hat, in drei Tagen zu gewinnen. Ein schneller Sieg wurde versucht aber die Ukraine hatte Verteidigungsstellungen, die seit 2014 aufgebaut wurden und die nicht vor Russland verborgen geblieben sein konnten.
Ich weiß nicht genau welche Daten du jetzt meinst. Ich will nur ein Beispiel bringen, ein Kampfpanzer benötigt hunderte Liter Kraftstoff und entsprechend Munition pro Tag, die Besatzung muss versorgt werden (Essen, Hygiene, etc.). Selbst wenn ich weiß, über wieviele Panzer ein Land verfügt, kann ich immer noch keine gute Einschätzung geben, wieviele und wie lange sie einsetzbar sind. Die ganze Logistik unterliegt einer Alterung, es kann Korruption geben z.B. werden neue „Dinge“ abgezweigt, während die veralteten im Lager verbleiben etc. Das sind alles Zahlen, die nicht verfügbar sind und sich schlecht einsehen lassen. Selbst für die eigene Armee, geschweige denn von außen. Ich denke nach wie vor, dass Einschätzungen immer fehlerbehaftet sind und das Beste was möglich ist schon jetzt in freien Medien verfügbar ist.
Ich weiß nicht, was geplant war, aber ich glaube schon, dass ein schneller Krieg geplant war. Die Truppen kamen direkt aus einem Manöver und sollten offiziell zurück in die Kasernen. Stattdessen stand sie dann in einer endlosen Schlange auf der Straße in der Ukraine. Der Flugplatz in Kyjiw konnte nicht erobert werden und der Nachschub kam ins Stocken. Vermutlich war man nicht darauf vorbereitet, die Einheiten solange im Feld zu lassen. Ich halte es für vorstellbar, dass etwas ähnliches wie in Venezuela, nur ohne Besatzungstruppen, geplant war. Die Regierung sollte mit einer Kommandoaktion festgesetzt oder dann hingerichtet werden, der Staat und die Armee kollabieren und Besatzungstruppen rücken ohne großen Widerstand nach. Zumindest deutet das Vorgehen in den ersten Kriegszügen imho darauf hin. Erst mit Scheitern der Aktion wurde neu geplant. Ob die Einschätzung so stimmt, keine Ahnung.
ja
Ich hab’s zumindest bis jetzt nicht gesehen. Ich habe nur Artikel gesehen, die erklärt haben, wie das Militär die Kampfkraft bewertet, ohne aber das Resultat zu sehen. Es gibt Tabellen mir Kennziffern für jede Waffe und wahrscheinlich noch viel genauere Verfahren.
Ich glaube nicht ausschließlich, aber es wurde probiert. Die Verhältnisse waren aber nicht gleich. Der NYT Artikel über die Kaserne in Wiesbaden lässt erahnen, wie sehr die Ukraine unterstützt wurde. Es gibt aus 2015 den Vortrag von George Friedman, wo er bei 1:50 erzählt, dass die USA Orden an ukrainischen Soldaten wie an eine eigene Armee verteilt haben.
https://m.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw
Das kann Russland nicht verborgen geblieben sein.