Das Interessante an dem Artikel ist die Erklärung, wie ausgerechnet wird, wann Ostern zu sein hat:
Konzil von Nizäa legt im Jahr 325 den Ostertermin fest
Wann Ostern gefeiert werden soll, wurde im Jahr 325 beim Konzil von Nizäa, dem ersten ökumenischen Konzil, festgelegt – also vor genau 1.700 Jahren. Ostern ist demnach immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn. Das gilt sowohl für die West- als auch für die Ostkirche.
Kalenderreform führt zu unterschiedlichen Osterdaten
Kompliziert wurde es ab dem 16. Jahrhundert. Unter Papst Gregor XIII. stellten Wissenschaftler fest, dass der seit dem Römischen Reich geltende Julianische Kalender die Schaltjahre nicht korrekt berechnen konnte und korrigierten ihn. Seitdem gilt in den Westkirchen der Gregorianische Kalender, der dem Julianischen Kalender inzwischen 13 Tage voraus ist. Die Ostkirche machte bei der Umstellung nicht mit, so der katholische Theologe und Liturgiewissenschaftler Stefan Kopp: “Das war eine konfessionelle Auseinandersetzung, der äußere Ausdruck einer inneren Spaltung.”
Bei der Berechnung des Osterfests der orthodoxen Kirche gibt es noch eine weitere Ausnahme: Ostern darf erst nach dem jüdischen Pessachfest gefeiert werden. Fällt der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang auf das Pessachfest, wird Ostern noch einmal um eine weitere Woche nach hinten verschoben. Das führt dazu, dass in den Ostkirchen manchmal bis zu vier Wochen nach den Westkirchen Ostern gefeiert wird.
Für viele Menschen ist es tröstlich, wenn ihnen der Glauben an eine bessere Existenz nach den Tod gegeben wird. Das macht man auch gerne in Gruppen. Nennt sich dann halt Kirche.