• Phineaz@feddit.org
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    5 months ago

    Betonung auf Ausländer aus bestimmten Herkunftsländern. Nicht Menschen. Es ist nicht die Herkunft aus diesem Land, sondern das emigrieren aus diesem Land nach DE was hier koreliert wird. Womit wir also wieder nur eine Statistik haben, die Geschlecht, Alter und sozialen Status, welche mit Kriminalität korrelieren, mit dem Migrieren aus bestimmten Ländern in Verbindung bringen. Sprich Menschen, die aus Bürgerkriegsländern oder Dürreregionen fliehen sind tendenziell jung, arbeitslos und männlich. Überraschung. Zumindest gegen Arbeitslosigkeit und finanzielle/soziale Nöte könnte der Staat ja etwas tun, aber da wird als erstes gespart. Längst bekannte Sachen, aber plakativ und hetzerisch aufbereitet.

    • dreamless_day@feddit.orgOP
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      5 months ago

      Aber wie sieht es mit dem Sozialstatus aus? Kriminologen und BKA führen das junge Alter in Verbindung mit prekären sozialen Verhältnissen und dem Leben in kriminalitätsbelasteten Großstädten als Grund für die hohe Delinquenz von Ausländern an. Das Ifo-Institut hatte kurz vor der Bundestagswahl eine Studie veröffentlicht, die zu diesem Ergebnis kommt. Sie kritisieren, dass die Studie eine „viel zu grobe Perspektive“ einnehme.

      Und die Studie erklärt nicht die entscheidende Frage: Sind die Viertel, in denen die Ausländer wohnen, kriminalitätsbelas­teter durch den Zuzug von Ausländern, oder werden die Ausländer durch die Viertel zu Kriminellen? Man muss sich wieder vergleichbare Gruppen anschauen: Tatverdächtige aus bestimmten Herkunfts­län­dern mit geringem Sozialstatus und Wohn­ort in der Großstadt und die entsprechenden Tatverdächtigen der Inländer und anderer Herkunftsländer. Es gibt Un­tersuchungen dazu. Und da sieht man wieder: Die Quoten unterscheiden sich immer noch stark.

      Aber kann man diese Gruppen wirklich miteinander vergleichen? Der deutsche junge Sozialhilfeempfänger hat in der ­Re­gel noch ein anderes soziales Umfeld mit Eltern und Freunden, das die Risiken für Straftaten mindert. Das haben zum Beispiel junge Asylbewerber nicht.

      Das mag manchmal zutreffen. Aber es erklärt immer noch nicht die zum Teil ex­trem hohen Kriminalitätsquoten bei bestimmten Herkunftsländern. Es gibt Un­ter­suchungen, die die Korrelation von So­zialstatus und Delinquenz anhand be­stimmter Nationalitäten aufschlüsseln. Da fällt auf, dass zum Beispiel bei einer Gruppe, bestehend aus Algeriern, Libyern, ­Tunesiern und Ägyptern, rund 19 Prozent als sozial schwach gelten. Die Kriminalitätsrate dieser Gruppe beträgt jedoch rund 23 Prozent. Bei Vietnamesen gibt es einen ähnlich hohen Anteil von sozial Schwachen – doch ihre Kriminalitätsrate beträgt nur rund drei Prozent. Die These von den sozialen Faktoren und dem jugendlichen Alter als Erklärung für die Unterschiede wird so klar entkräftet.

      Gibt es auch Herkunftsstaaten, deren ­Kriminalitätsquote geringer ist als die der Deutschen?

      Ja, das sind vor allem Länder aus Ost- und Südostasien, zum Beispiel auch Indien. Ebenso muslimisch geprägte Länder wie Malaysia und Indonesien.