Hallo zusammen!

da mir die Woche mein Handy kaputt gegangen ist, diese Woche einen Tag später als sonst.

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

  • Augustiner@lemmy.world
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    19 days ago

    Ich hab letztens „Harriet“ angeschaut. Generell bin ich kein großer Fan von Biopics, aber den hier fand ich besonders Kacke.

    Hier wird die Geschichte der wohl beeindruckendsten Freiheitskämpferin der US Geschichte so vermurkst, dass sie am Ende eher wie eine dumme, ungebildete Sturköpfin rüberkommt, deren Erfolg darin begründet wird, dass ihr Handeln von Gott geleitet ist. Sehr schade fand ich auch, dass man der eigentlich guten Hauptdarstellerin nichts zu tun gibt, außer genervt sein und durch die Gegend zu rennen. Auch die anderen Figuren haben nur schemenhafte Bruchstücke von Charakterzügen und Verhalten sich permanent irrational. Die Kostüme und Bühnenbilder sind austauschbar, die Beleuchtung und Cinematografie unterirdisch und die Dialoge kaum auszuhalten. Kann ich wirklich niemandem empfehlen.

    Außerdem lese ich aktuell wieder Frankenstein. Absolut verdienter Klassiker mit tollen Ideen und schöner Sprache. Mary Schelley war in ihrem Denken und ihrer Art zu schreiben in vielen Fällen ihrer Zeit voraus. Hier haben deutlich schlauere Leute schon deutlich mehr gesagt, als ich hier je in einen Kommentar packen kann, deshalb halte ich mich dazu hier kurz.

  • kaulquappus@feddit.org
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    19 days ago

    Gestern hat @zitronenschnitte@feddit.org eine Leseprobe aus einem Buch über Parasiten (“Parasiten. Meister der Manipulation”, Hutter & Mazhar) geteilt: https://feddit.org/post/24090299/10866748 (habe auch dort schon geantwortet)

    In dem Kapitel geht es um unseren lieben Ötzi und was ihn alles plagte. Sachbücher, die unterhaltsam geschrieben sind, können mich meistens dennoch nicht packen, aber hier, fand ich, hat alles gestimmt. Es hat einfach Spaß gemacht, den mit augenzwinkernden Formulierungen gespickten Text zu lesen, der IMO deswegen trotzdem nicht “verdummt” wurde. (Daher erlaube ich mir auch, das hier beim “Kultursamstag” reinzustellen, hat wirklich mehr Unterhaltungscharakter ;) )

    Ich kopiere einfach mal rein, was ich drüben dazu schrieb, und empfehle bei Interesse am Thema, unbedingt mal reinzulesen :)

    Manchmal schlagen sie ein bisschen über die Stränge, aber die Autoren hatten definitiv Spaß beim Schreiben :D

    Man staunt, wie sich dieser Mann überhaupt auf den Beinen halten, geschweige denn klettern konnte. […]

    Stehen? Kaum möglich. Luft? Zum Schneiden. Lärm? Ohrenbetäubend. Kaffeepause? Aber sicher – nur ohne Kaffee oder Pause. […]

    Vor allem die Ascaris-Eier erwiesen sich als unverwüstlich, quasi der VW Käfer unter den Parasiteneiern. […]

    Doch im Gegensatz zum Katzenfell können die Würmer mit einer Drei-Punkte-Strategie kontern: Sie mischen Wasser in den Sprengstoff, indem sie dafür sorgen, dass die IgE-Antikörper verdünnt werden – weniger Histamin-Ausschüttung, weniger Wumms. […]

    Es lähmt die Würmer, als hätten sie Medusa in die Augen geblickt. […]

  • Kornblumenratte@feddit.org
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    19 days ago

    Samstag finde ich eh besser, da haj ich Zeit, was zu schreiben.

    Ich habe gerade die Posts The Fremen Mirage vom acoup.blog von Brett Devereux gelesen. Er ist Historiker und SF & Fantasiefan und verbindet beides in hervorragender Weise. In dieser Serie untersucht er am Beispiel der Fremen aus Dune und historischer Vorbilder die weitverbreitete - hm, gibt es eine deutsche Entsprechung für “trope”? - Idee, dass harte Lebensbedingungen harte Völker schaffen, die militärisch erfolgreicher sind als die verweichlichte, dekadente Zivilisation.

    “Hard times create strong men. Strong men create good times. Good times create weak men. And weak men create hard times” (The quote is originally from G. Michael Hopf, a novelist and, perhaps conspicuously, not a historian; one also wonders what the women are doing during all of this, but I have to admit, were I they, I would be glad to be left out too).

    Sein Stil und sein Humor begeistern mich, und er übersetzt wunderbar das wissenschaftliche Denken.

  • Tudsamfa@lemmy.world
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    19 days ago

    Ich habe Risk of Rain wieder rausgekramt.

    Verdient es, als ein absoluter Indie Klassiker erinnert zu werden, ausnahmsweise mal einer mit minimaler Story, das Gameplay und der harte, aber auch langsam startende Soundtrack stehen größtenteils allein (na ja, viel Lore ist auch zum Entdecken da). Ist definitiv ein Spiel, was für 30-45 Minuten zwischendurch perfekt ist, profitiert also sehr portabel mit dem SteamDeck/Switch im Öffi gespielt zu werden. Was mich nicht davon abhält, es 5 Stunden am Stück im Bett durchzusuchten. Hätte ich ne PS Vita gehabt, wäre das wohl auch auf der vor 10 jahren ein must-have gewesen.

  • 5715@feddit.org
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    19 days ago

    Girls’ Last Tour (Shōjo Shūmatsu Ryokō).

    Hab mir jede Folge beim Essen angeschaut, was ironischerweise einem Motiv der Serie folgt.

    Zu zweit fahren Chito und Yuu auf einem Kettenkrad durch eine phantastische, kriegsentleerte Stadtlandschaft und suchen in den Resten nach Essen, Büchern und Treibstoff.

    • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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      18 days ago

      Unbedingt auch den Manga lesen, falls dir der Anime gefallen hat. Der Manga schließt die ganze Geschichte auch sehr passend ab. Und wenn du dann eine noch surrealere Geschichte haben willst: Shimeji Simulation vom gleichen Autor ist nochmal abgedrehter.

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    19 days ago

    Ich bin gerade dabei den Webcomic Subnormality nochmal von vorne durchzulesen. Ich war doch überrascht, wieviele der anfänglichen Comics doch eher schlecht sind und dieses anfang-20-ich-bin-soviel-klüger-als-Leute-die-Mainstream-mögen-Gefühl inne haben. Aber mit der Zeit wird es dann doch besser und es kommen die Comics, wegen denen ich Subnormality so liebe. Einblicke in menschliche Verhaltensweisen und die alltäglichen Dummheiten, die man so macht. Und das alles mit vielen vielen Wörtern. Wenn man es nicht mag Comics zu lesen, bei denen ohne Übertreibung die Hälfte der Bildbereiche mit Text ausgefüllt sind, dann wird man hier glaube ich nicht froh. Aber es trifft oft genau diesen magischen Realismus den ich sehr liebe, wo übernatürliche/außergewöhnliche Sachen als gegeben angesehen werden und dann geguckt wird, wie das die Menschen beeinflussen würde. Es gibt auch keine durchgehende Geschichte, sondern nur Situationen, in die Menschen geraten und manchmal trifft man Charaktere wieder, die schon in anderen Comics/Situationen vorkamen.

    Zum Austesten ob man den Stil mag ist der Comic Zanadu ganz gut geeignet. Der Comic ist komplett losgelöst von irgendwelchen laufenden Geschichten und steht daher für sich

  • Jumi@lemmy.world
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    19 days ago

    Ich hab mir mit meinem Hugendubelhörbuchabonnement das Hörbuch von ‘Alchemised’ geholt. Normalerweise tu ich mich immer schwer neue Bücher zu hören, aber das hier hat mich echt am Haken.