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    6 months ago

    In einer Gesellschaft geht es nur, wenn es die universelle Bereitschaft gibt, sich an gewisse Regeln zu halten - und nicht nur die, auf die man gerade Bock hat.

    Diese Bereitschaft gibt es aber nicht, und die Dose ist bereits offen. Sonst gäbe es keine Milliardäre und die Superreichen würden ihre verdammten Steuern zahlen. Wir sind nicht die, die den Social Contract gebrochen haben, wir reagieren nur.

    • Quittenbrot@feddit.org
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      6 months ago

      Diese Bereitschaft gibt es aber nicht

      Doch, diese Bereitschaft gibt es im Großen und Ganzen natürlich schon noch. Die weit meisten Leute zahlen ihre Steuern, parken nicht auf dem Behindertenparkplatz, halten vor dem Zebrastreifen, rauchen nicht in der U-Bahn und probieren auch sonst, ihren Mitmenschen nicht über Gebühr auf den Sack zu gehen.

      Wenn du jetzt die Verfehlungen mancher, sich an unsere Regeln zu halten, als Anlass nehmen magst, dir daraus eine Rechtfertigung abzuleiten, anderen (!) gegenüber (denn sind wir mal ganz ehrlich, selbst in der 1. Klasse der Bahn aus der Geschichte hier hat dieser romantisierte ‘Ungehorsam’ genau null Effekt auf Milliardäre und Superreiche - für die sind schließlich alle Leute, die Bahn fahren müssen, aus der “Unterklasse”, egal ob da jetzt ein gelber Streifen auf dem Waggon ist oder nicht) ebenfalls auf die Regeln zu scheißen, frage ich mich wirklich, was dein Long Game bei der Sache sein soll. Denn für mich läuft das nur wieder darauf hinaus, dass sich das Recht des Stärkeren durchsetzt. Wie das marginalisierten Gruppen zuträglich sein soll, ist mir schleierhaft.