• geissi@feddit.org
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    2 months ago

    So funktioniert das deutsche Rentensystem halt überhaupt nicht.
    Du sparst nichts und bekommst das eingezahlte Geld auch nicht zurück.
    Die heutigen Arbeiter zahlen die heutigen Renten und künftige Arbeitergenerationen zahlen die künftigen Renten.

    • Aniki@feddit.org
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      2 months ago

      ja aber das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst gezwungen heute zu sparen, d.h. weniger Geld auszugeben als du Brutto bekommst; dadurch hast du im Alter dann mehr Wohlstand.

      • Quittenbrot@feddit.org
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        2 months ago

        Nur dass der Teil mit dem ‘im Alter dann mehr Wohlstand’ halt quasi nicht mehr stimmt.

        • DirtSona@feddit.org
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          2 months ago

          Der Kommentar redet von was anderen. Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.

          Da etwas mehr ist als nichts stimmt dies.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            2 months ago

            Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.

            Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.

            Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.

            • DirtSona@feddit.org
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              2 months ago

              Wieso sollte es wenn du alt bist niemanden mehr geben der einzahlt. Geht’s du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?

              • Quittenbrot@feddit.org
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                2 months ago

                Geht’s du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?

                Natürlich nicht. Aber jeder Alte muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit es für die Jungen von ihrem Arbeitseinkommen finanzierbar bleibt.

                Das funktionierte toll, als man sich das System ausgedacht hat: Bevölkerungswachstum und vergleichsweise wenige Rentner, die einigermaßen früh starben. Die ‘Last’ der Rente weniger konnte auf viele Schultern verteilt werden.

                Mittlerweile ist das nicht mehr so. Die Leute werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, gleichzeitig nimmt der Anteil der jungen Leute an der Bevölkerung ab.

                Dieses System funktioniert nur bei dauerhaftem Wachstum, insbesondere wenn die Leute auch immer älter werden. Glaubst du an ein System, das nur mit dauerhaftem Wachstum funktioniert?

                • DirtSona@feddit.org
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                  2 months ago

                  Wieso sollte es nur bei dauerhaften Wachstum funktionieren? Wenn der Anteil der Rentner zum Anteil der Einzahlt steigt bekommt jeder Rentner wegen weniger rausm das sehen wir doch seit Jahrzehnten. Das Rentenniveau ist immer weiter am sinken. Trotzdem kann dies unbegrenzt weiter laufen.

                  • Quittenbrot@feddit.org
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                    2 months ago

                    Trotzdem kann dies unbegrenzt weiter laufen.

                    Nein, weil einerseits die Leute davon im Alter leben können müssen, was zunehmend schwerer fällt, gleichzeitig die Erwerbstätigen sich die Finanzierung von ihrem Arbeitsentgelt leisten können müssen, was ebenfalls schwieriger wird, je höher sich dieser Anteil schraubt. Und die Boomer gehen gerade erst in Rente. Der Druck wird also erst noch so richtig zunehmen.

                    Das sich entwickelnde Ungleichgewicht zwischen alter und junger Bevölkerung soll sich fortsetzen. Die Bundesregierung rechnet bis 2035 mit einem Viertel der Bevölkerung im Rentenalter. Hier siehst du auch schön die Entwicklung:

                    Da kommt einfach nicht genug nach. Und die Arbeitsproduktivität kann damit offenbar ebenfalls nicht mithalten:

                    Wenn du da eine genaue Rechnung hast, würde mich das jedenfalls sehr interessieren.

                • DirtSona@feddit.org
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                  2 months ago

                  Übrigens kann auch wenn der Quotient von Arbeiter pro Rentner sinkt trotzdem jeder mit einem Reallohnplus rausgehen wenn die produktivität steigt.

                  Da würden richtige Lohnkämpfe helfen, da die meisten Produktivitätssteigerungen seit den 70ern leider nicht in den Löhnen gelandet sind.

                  Konkret. Wenn die Produktivität um 1% steigt und die Reallöhne ebenfalls um 1%. In gleichen Zeitraum der Rentner pro Arbeiter Quotient um weniger als 1% sich verschiebt, kann man den Rentenbeitragssatz so anpassen dass Löhne und Renten real um den gleichen Wert steigen und dieser immer noch positiv ist.

                  Ich kann meine Rechnung nochmal raussuchen. Habe aber mal in die demographische Entwicklung für die kommenden 50 Jahre geschaut. Und es reicht meine ich schon ein Reallohnplus von 0,3% Prozent im Jahr sodass die funktioniert.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            2 months ago

            Tatsächlich fraglich… wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.

            Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.

            • Aniki@feddit.org
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              2 months ago

              wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.