Laut CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann produzieren die vielen Kassen einen großen Verwaltungsaufwand. Daher sei er dafür, die Zahl von derzeit 93 auf zehn zu senken.
Die gesetzliche KK in Deutschland funktionieren genau so wie sie sollen, und sind quasi ein Paradebeispiel für guten Kapitalismus.
Die Leistungen der KK sind alle reglementiert, Ma kriegt bei jeder quasi das gleiche (plus minus ein paar bonusprogramme); die KK können aber untereinander konkurrieren indem sie effizienter werden. Wenn eine KK nur 80% der Mitarbeiter von einer anderen braucht, weil sie zb ein besseres IT System hat, dann ist sie halt billiger.
Der Kunde kann die günstigste wählen und hat quasi keine Nachteile.
Leute meinen oft, wenn wir KK zusammenlegen, werden die billiger, aber das is Quatsch. Wer in nem Großkonzern gearbeitet hat, weiß, dass dort alles unglaublich bürokratisch und unflexibel ist; und mit weniger Konkurrenz gibt’s auch keinen Grund mehr sich zu verbessern. Und wenn’s am Ende nur noch riesige KK gibt, haben die quasi Monopolstellung (too big to fail) und können dann der Politik noch härter die Preise diktieren.
Also: falsche Baustelle, lieber die privaten abschaffen, das macht 1000x mehr Sinn.
Das Problem ist afaik, dass die Kosten der KK stark von ihrer Kundenstruktur abhängen.
Die können sie nur minimal beeinflussen. Die AOKs haben viele alte und tendenziell ärmere und kränkere Kunden, das können sie mit einem effizienteren IT System auch nicht groß ausgleichen.
Edit: Das wird wohl durch den Risikostrukturausgleich zwischen den Kassen größtenteils ausgeglichen
Leute meinen oft, wenn wir KK zusammenlegen, werden die billiger, aber das is Quatsch. Wer in nem Großkonzern gearbeitet hat, weiß, dass dort alles unglaublich bürokratisch und unflexibel ist; und mit weniger Konkurrenz gibt’s auch keinen Grund mehr sich zu verbessern.
Es ist ein leidiges Argument, dass man die Bürokratiefalle bei der Organisation von vielen Menschen elegant durch kleinere Organisationen + Wettbewerb umgehen könnte. Die Bürokratie findet in dem Fall eben an anderer Stelle statt, zum Beispiel in der Regulierung und Kontrolle von Krankenkassen durch staatliche Institutionen.
Eine KK muss kein Unternehmen sein (und sollte es in meinen Augen auch nicht) und dementsprechend nicht so operieren, geschweige denn so strukturiert sein (Thema Verbesserungen aus einer Institution heraus). Wenn man die Unternehmenslogik allerdings umgekehrt als notwendig voraussetzt, landet man immer wieder bei dem Trugschluss betriebswirtschaftlicher Logiken für staatliche Daseinsfürsorge, deren Unzulänglichkeit für derlei Anwendungsfälle in den letzten Jahrzehnten gut unter Beweis gestellt wurde.
Unpopular take:
Die gesetzliche KK in Deutschland funktionieren genau so wie sie sollen, und sind quasi ein Paradebeispiel für guten Kapitalismus.
Die Leistungen der KK sind alle reglementiert, Ma kriegt bei jeder quasi das gleiche (plus minus ein paar bonusprogramme); die KK können aber untereinander konkurrieren indem sie effizienter werden. Wenn eine KK nur 80% der Mitarbeiter von einer anderen braucht, weil sie zb ein besseres IT System hat, dann ist sie halt billiger.
Der Kunde kann die günstigste wählen und hat quasi keine Nachteile.
Leute meinen oft, wenn wir KK zusammenlegen, werden die billiger, aber das is Quatsch. Wer in nem Großkonzern gearbeitet hat, weiß, dass dort alles unglaublich bürokratisch und unflexibel ist; und mit weniger Konkurrenz gibt’s auch keinen Grund mehr sich zu verbessern. Und wenn’s am Ende nur noch riesige KK gibt, haben die quasi Monopolstellung (too big to fail) und können dann der Politik noch härter die Preise diktieren.
Also: falsche Baustelle, lieber die privaten abschaffen, das macht 1000x mehr Sinn.
Das Problem ist afaik, dass die Kosten der KK stark von ihrer Kundenstruktur abhängen.Die AOKs haben viele alte und tendenziell ärmere und kränkere Kunden, das können sie mit einem effizienteren IT System auch nicht groß ausgleichen.Die können sie nur minimal beeinflussen.
Edit: Das wird wohl durch den Risikostrukturausgleich zwischen den Kassen größtenteils ausgeglichen
Es ist ein leidiges Argument, dass man die Bürokratiefalle bei der Organisation von vielen Menschen elegant durch kleinere Organisationen + Wettbewerb umgehen könnte. Die Bürokratie findet in dem Fall eben an anderer Stelle statt, zum Beispiel in der Regulierung und Kontrolle von Krankenkassen durch staatliche Institutionen.
Eine KK muss kein Unternehmen sein (und sollte es in meinen Augen auch nicht) und dementsprechend nicht so operieren, geschweige denn so strukturiert sein (Thema Verbesserungen aus einer Institution heraus). Wenn man die Unternehmenslogik allerdings umgekehrt als notwendig voraussetzt, landet man immer wieder bei dem Trugschluss betriebswirtschaftlicher Logiken für staatliche Daseinsfürsorge, deren Unzulänglichkeit für derlei Anwendungsfälle in den letzten Jahrzehnten gut unter Beweis gestellt wurde.