„Die Reform war erfolgreich bei der Erhöhung der Preistransparenz, versagte jedoch bei der Senkung des Preisniveaus“, sagten die Ökonomen. „Wenn überhaupt, hatte sie den gegenteiligen Effekt“.
Die an deutschen Tankstellen eingeführten Preisbindungen, die Autofahrer vor den steigenden Ölpreisen im Zuge des Nahostkonflikts schützen sollten, haben laut Ökonomen vom Montag den gegenteiligen Effekt gehabt und die durchschnittlichen Kraftstoffkosten in die Höhe getrieben.
Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche erklärte im März, dass Tankstellen Preiserhöhungen auf einmal täglich um 12 Uhr mittags beschränken müssten, um die Auswirkungen der steigenden Energiepreise einzudämmen, nachdem Iran als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasvorräte effektiv abgeschnitten hatte.
Tatsächlich hat das Gesetz jedoch die Benzinmargen der Einzelhändler um fünf bis sechs Cent pro Liter erhöht, so Ökonomen des ZEW-Instituts und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie, die die Großhandelspreise mit den Tankstellenpreisen an 15.000 Tankstellen verglichen haben.
Ja, den Preisanstieg begründen die mit „einkalkuliertem Risiko“, weil sie den Preis ja nur noch einmal pro Tag nach oben drücken dürfen.
Es gibt nur wenige Gründe, außer Gier, warum es legitim sein sollte, zwischen 2 Lieferungen die Preise zu erhöhen. Die Betriebskosten bleiben in der Regel annähernd gleich. Wenn die Lieferung Sprit im Tank ist, ändert sich der Einkaufspreis dafür auch nicht mehr.