[…]

Konkret behauptete Höcke, Deutsche in den westlichen Bundesländern hätten sich durch die amerikanische Kultur »usurpieren« lassen, also seien gewaltvoll von den USA in Besitz genommen worden. Die Westdeutschen, sie seien »Deutsch sprechende Amerikaner« mit Ersatzidentität. Anders die Ostdeutschen, die seien noch »Deutsch sprechende Deutsche«, fabulierte Höcke. Zugleich beteuerte Höcke, kein »Anti-Amerikaner« zu sein.

[…]

  • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    18
    ·
    edit-2
    3 days ago

    Die BRD ist halt tatsächlich ein Staat, der nunmal von Anfang an politisch, kulturell und wirtschaftlich US-Amerikanisch geprägt ist.

    Der größte Fehler der deutschen BRD-Geschichte war meiner Meinung nach, dass statt einer wirklichen Wiedervereinigung die ehemalige DDR einfach an die westdeutsche Bundesrepublik angegliedert wurde.
    Nach so einem Zivilisationsbruch wie es die Nazi-Herrschaft und die DDR-Diktatur waren, hätte man den Staat eigentlich nochmal gemeinsam neu gründen müssen. Und durchaus einige politische und kulturelle Aspekte aus Ostdeutschland für ganz Deutschland übernehmen, statt in der Übergangsphase die Filet-Stücke an Frankfurter Investoren zu verschenken und zu erwarten, dass die Ostdeutschen schon die westdeutsche Kultur übernehmen werden, sobald die Supermarktregale wieder voll sind.

    Vermutlich wäre bei mehr sozialistischen Anteilen in der Demokratie ein System entstanden, das dem skandinavischen Modell ähnelt und durchaus gut funktionieren kann.