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Konkret behauptete Höcke, Deutsche in den westlichen Bundesländern hätten sich durch die amerikanische Kultur »usurpieren« lassen, also seien gewaltvoll von den USA in Besitz genommen worden. Die Westdeutschen, sie seien »Deutsch sprechende Amerikaner« mit Ersatzidentität. Anders die Ostdeutschen, die seien noch »Deutsch sprechende Deutsche«, fabulierte Höcke. Zugleich beteuerte Höcke, kein »Anti-Amerikaner« zu sein.
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Höcke wurde in Lünen in NRW geboren. Also ist er kein Deutscher und sollte damit zurück nach Russland abgeschoben werden.
Nicht im echten Deutschland geborene deutsche Führer haben halt Tradition…
Geburtsort: Westfalen
Get fucked, Fascho
Die BRD ist halt tatsächlich ein Staat, der nunmal von Anfang an politisch, kulturell und wirtschaftlich US-Amerikanisch geprägt ist.
Der größte Fehler der
deutschenBRD-Geschichte war meiner Meinung nach, dass statt einer wirklichen Wiedervereinigung die ehemalige DDR einfach an die westdeutsche Bundesrepublik angegliedert wurde.
Nach so einem Zivilisationsbruch wie es die Nazi-Herrschaft und die DDR-Diktatur waren, hätte man den Staat eigentlich nochmal gemeinsam neu gründen müssen. Und durchaus einige politische und kulturelle Aspekte aus Ostdeutschland für ganz Deutschland übernehmen, statt in der Übergangsphase die Filet-Stücke an Frankfurter Investoren zu verschenken und zu erwarten, dass die Ostdeutschen schon die westdeutsche Kultur übernehmen werden, sobald die Supermarktregale wieder voll sind.Vermutlich wäre bei mehr sozialistischen Anteilen in der Demokratie ein System entstanden, das dem skandinavischen Modell ähnelt und durchaus gut funktionieren kann.
Der alte Trick: Du sagst etwas, was irgendwo schon stimmt und vermischt es dann mit dem größten bullshit den es gibt
Warum fällt das nicht unter Volksverhetzung?
Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, […] die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen dessen Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html
Edit:
Anders die Ostdeutschen, die seien noch »Deutsch sprechende Deutsche«, fabulierte Höcke.
Dazu die Wissenschaft:
Our data demonstrate large-scale population movement from Eastern Europe during the sixth to eighth centuries, replacing more than 80% of the local gene pool in Eastern Germany, Poland and Croatia.
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Comparing archaeological and genetic evidence, we find that the change in ancestry in Eastern Germany coincided with a change in social organization, characterized by an intensification of inter- and intra-site genetic relatedness and patrilocality.
Ancient DNA connects large-scale migration with the spread of Slavs
Das wäre dann wohl wesentlich weniger “Germanisch” als von einigen gedacht.
Es geht ihm doch überhaupt nicht um irgendein DNA-Gefasel. Was ist überhaupt der Sinn dieser Argumentation? Rechte Denkstrukturen mit noch rechteren Denkstrukturen zu kontern?
Höcke kämpft hier auf einer kulturellen Ebene, nicht auf einer genetischen, er redet vom US-amerikanischen Kulturimperalismus. Das Motiv existiert auch auf dem linken Spektrum. Der Unterschied liegt meines Erachtens auf die Zielsetzung: Er spaltet “Deutsche” von “anderen Deutschen” aufgrund kultureller Einflüsse ab. Der erste Schritt wäre, sich die aktuellen Strategien bewusst zu machen und nicht in vergangenen Strohmännern festzusitzen.
Rechte Denkstrukturen mit noch rechteren Denkstrukturen zu kontern?
Nö, der Sinn ist rechte Denkstrukturen als als darzustellen was sie sind. Kompletter Schwachsinn. Die jodeln sich einen auf “Germanen” ab und die wissenschaftlichen Fakten sprechen halt eine andere Sprache.
Das ist auch kein Wunder. Wenn etwas “Deutsch” definiert, dann ist es höchsten der Schmelztiegel aus unterschiedlichen Ethnien und Kulturen die sich hier im Zentrum Europas seit Ewigkeiten vermischen und zusammen das geschaffen haben, was Deutschland heute ist. Von den anatolischen Bauern die die Landwirtschaft gebracht haben, über die Slawen in Ostdeutschland, Hugenotten, Ruhrpolen, … bis zum Gastarbeiter
Wie gesagt kommt diese Argumentation in Höckes Rede nicht ein einziges mal vor. Es geht mir nicht darum, ob das Quatsch ist oder nicht (ja ist es natürlich), sondern dass es komplett die eigentliche Strategie von Höcke verfehlt.
sondern dass es komplett die eigentliche Strategie von Höcke verfehlt.
Eigentlich nicht oder glaubst du, dass die Bandkeramiker, Slawen, Ruhrpolen, Hugenotten, Gastarbeiter, Russen, Amerikaner, … nur ihre Gene hier gelassen haben? Natürlich haben die auch die Kultur beeinflusst und das ist es was Deutschland ist. Ein Schmelztiegel. In jeder Hinsicht. Insofern gibt es keine “richtigen” Deutschen in Ostdeutschland die im Gegensatz zu “falschen” Westdeutschen stehen. Es gibt ja nicht mal eine einzige und allgemeingültige Kultur. Mir war z.B. der “Krampus” bis vor kurzem komplett unbekannt und das ist nur ein Beispiel.
Ist mir doch scheißegal was dieses blöde Arschloch meint.
Zugleich beteuerte Höcke, kein »Anti-Amerikaner« zu sein.
Aber Pro-russland ist er schon, oder?
Spalten ist das Prinzip. Als nächstes kommt Misstrauen gegen alle anderen, die nur schlechtes für Ostdeutschland wollen und deshalb lügen (Lügenwessi). Wer man keine Inhalte vorweisen kann braucht Gegner, die er zum Feindbild mache kann.
Man kann nur hoffen, dass es hilft die AfD kleinzuhalten, wenn ein führender Kopf der Partei einem Großteil des Landes abspricht ‘echte Deutsche’ zu sein. Wird man ja noch hoffen dürfen!
Wird man ja noch hoffen dürfen!
Das wird sich schön geredet. Nach dem Motto: Ich bin echter Deutscher aber mein Nachbar, den ich ich nicht mag, ist kein echter und darum steht mir mehr zu als ihm.
Westdeutsche AfD-Wähler werden sich einfach nicht angesprochen fühlen und die Ossis gebauchpinselt.
Zugleich beteuerte Höcke, kein »Anti-Amerikaner« zu sein.
hätte ich bei ihm jetzt auch nicht vermutet, er arbeitet sich ja eher am Holocaust Gedenken ab.
ok. Ich hoffe jetzt mal dass sich aber niemand hier dadurch angegriffen fühlt. Ich bin in erster Linie Mensch und das Land in dem man zufällig ausgeschissen wurde sagt nichts über meine Identität aus.
Dass ich “Deutscher” bin ist nur für den Staat relevant, dass ich in dessen Verantwortungsbereich zur Verwaltung stehe. Mit Identität hat das nichts zutun. Und da er scheinbar auf Basis der Identität argumentiert sollte sich kein Linker davon angegriffen fühlen. Das ist garkeine Grundlage auf der wir stehen sollten.
Naja, eigentlich argumentiert er auf Basis von “Kultur”. Identität ist da nur eine Chiffre. Er fragt ja nicht ob sich Westdeutsche als Deutsche fühlen, sondern bezieht sich auf kulturelles (“Deutsch sprechen”).
immerhin sind wir nicht in den 40ern hängen geblieben, move on, hs