• Hl. Strohsack (123)@feddit.org
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    4 days ago

    Die Bundeswehr zu einer vollständigen Berufsarmee umzubauen erscheint mir in vielerlei Hinsicht für alle Seiten der vielversprechendste und der im Vergleich wesentlich modernere, bessere Ansatz. Allerdings kommt mir in das in der Debatte gefühlt zu kurz.

    Ich meine, wer sich nicht mal im Ansatz mit dem Arbeitplatz identifiziert ist weder besonders glücklich, motiviert noch eine entscheidende Hilfe das meist von oben ausgegebene Ziel/den Zweck zu erfüllen. Es lässt sich von Jahr zu Jahr ebenso wie mittel- und langfristig viel besser planen.

    Wie viele Leute wo Aufgaben am besten nachkommen können, wer wann ungefähr welchen Rang hat, in welchem Maße die Ausrüstung und Infrastruktur nachwachsen muss und der Abbau von Schieflagen mit demokratischen Kräften.

    Kommt in diesem Verein namens Ministerium, Kanzleramt oder oberste Truppenführungskräfte niemand auf die Idee Studien zu entwerfen und durchzuführen oder was.

    • Obin@feddit.org
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      3 days ago

      Ich schreibe das immer wieder und ich bekomme immer wieder die Downvotes, aber das mach ich halt so lange bis es eintritt und hier das Entsetzen groß ist. Konnte ja keiner ahnen, dass wenn die Korrupte Menschenhasser Partei zu Aufrüstung aufruft und von Kriegstüchtigkeit schwadroniert, dass es dann um was anderes geht als Frieden… 🤷

      Mein Punkt ist: Die ganze Debatte um die Wehrpflicht, das hat doch alles nicht mit einem konkreten Bedrohungsszenario zu tun, sondern es geht einzig und alleine darauf die Bevölkerung auf Kriegsrhetorik einzuschwören. Deswegen reden wir auch nicht von Verteidigungstüchtigkeit, sondern Kriegstüchtigkeit. Es geht nicht darum jetzt eine Verteidigungslinie gegen Russland zu errichten oder das (effektive) Wegfallen der USA aus der NATO zu kompensieren: Russland pfeift aus dem letzten Loch und sonst hätten wir andere Rhetorik gegenüber den USA und ja, das einzige was dann konsequent Sinn machen würde, wäre eine gut ausgebildete Berufsarme mit sicheren, unabhängigen Versorgungsketten. Aber davon redet niemand.

      Der eigentliche Grund ist, dass die Volksverhetzer im Bundestag in den nächsten Jahrzehnten “wirtschaftliche” (sprich Renditen-gefährdende) Situationen erwarten, aufgrund der schwindenden Rohstoffvorkommen, zunehmenden Krisen/Unruhen und Flüchtlingsströme die es im Herkunftsland mit dem Sturmgewehr zu bekämpfen gilt. Und denen ist sehr wohl bewusst, dass sowas “unschöne Bilder” wären, die aktuell noch nicht so gut ankommen würden.

      Und da will man sich vom Narrativ her bereit machen auf Bedarf irgendwo einmarschieren zu können und sich die letzten Coltanreserven oder was auch immer zu sichern, bevor es der fiese Feind tut (Russland, USA, China, Iran, name it), der dort ja im Gegensatz zu uns freiheitlichen, demokratischen Freiheitsdemokraten nur fiese Absichten gegenüber der Bevölkerung hegt. Grade in Afrika kann man das schon genau absehen: Man putscht dort blutig irgendeinen Vasallen an die Macht, der bittet den Kolonialherr Frankreich um Unterstützung gegen die “Terroristen” und “Warlords” (i.e. was wir sonst “tapfere Rebellen” nennen würden, stünden sie auf unserer Seite) und dann schaut ihr nicht so schnell und die Tagesschau berichtet wie die EU jetzt am Congo verteidigt wird.