Ex-Generalinspekteur Klaus Naumann hält den freiwilligen Wehrdienst nur für eine Zwischenlösung. Zugleich zweifelt er daran, dass die deutsche Gesellschaft auf den Ernstfall vorbereitet ist.
“Wir müssen dann sicherlich über eine allgemeine Dienstpflicht nachdenken, nicht nur über Wehrpflicht.”
Das haben übrigens auch gut ausgebildete Menschen getan, nämlich die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages! Und die sind (mehrmals) zu dem Schluss gekommen, dass eine allgemeine Dienstpflicht gegen mehrere Gesetze verstößt, unter anderem Artikel 4 der Menschenrechtskonvention, welcher Zwangsarbeit verbietet und nur für Wehrpflicht eine Ausnahme zulässt (für welche wiederum ein Ersatzdienst zulässig ist).
“Die Wehrpflicht kann nicht auf Knopfdruck wieder aktiviert werden”
Aber immerhin ist sie bereits Gesetz und im Einklang mit geltendem Recht, was man von seiner Idee nicht behaupten kann
Nicht nur das. Das große Problem bei einer allgemeinen Dienstpflicht ist ja, dass sie extrem unproduktiv ist. Dann pimmeln da ein paar 18-Jährige unmotiviert irgendwo rum und können schon allein aufgrund der nötigen Qualifikation nur einfache Aushilfstätigkeiten übernehmen. Es wird ja immer so getan, als könnten die dann in der Pflege Dinge übernehmen, sich in der Feuerwehr engagieren oder andere total sinnvolle Dinge tun. Aber auch in der Pflege darfst du halt als angelernte Person ohne Ausbildung gar nicht so viel tun. Dann dümpeln halt ein paar Zivis im Altenheim oder Krankenhaus herum für zehn Monate, sind herzlich unmotiviert und werden im schlimmsten Fall sogar zu Tätigkeiten gezwungen, die sie nicht tun dürfen genau wie damals. Kaum sind sie halbwegs eingelernt, was ein paar Monate dauern wird, sind sie dann auch schon wieder weg. Am Ende haben wir dann die Schulzeiten verkürzt, damit die Leute früher mit ihren Ausbildungen und im Studium fertig sind und länger in die Rentenkasse einzahlen, nur um das Ganze dann wieder mit dem Arsch einzureißen.
Das haben übrigens auch gut ausgebildete Menschen getan, nämlich die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages! Und die sind (mehrmals) zu dem Schluss gekommen, dass eine allgemeine Dienstpflicht gegen mehrere Gesetze verstößt, unter anderem Artikel 4 der Menschenrechtskonvention, welcher Zwangsarbeit verbietet und nur für Wehrpflicht eine Ausnahme zulässt (für welche wiederum ein Ersatzdienst zulässig ist).
Aber immerhin ist sie bereits Gesetz und im Einklang mit geltendem Recht, was man von seiner Idee nicht behaupten kann
Nicht nur das. Das große Problem bei einer allgemeinen Dienstpflicht ist ja, dass sie extrem unproduktiv ist. Dann pimmeln da ein paar 18-Jährige unmotiviert irgendwo rum und können schon allein aufgrund der nötigen Qualifikation nur einfache Aushilfstätigkeiten übernehmen. Es wird ja immer so getan, als könnten die dann in der Pflege Dinge übernehmen, sich in der Feuerwehr engagieren oder andere total sinnvolle Dinge tun. Aber auch in der Pflege darfst du halt als angelernte Person ohne Ausbildung gar nicht so viel tun. Dann dümpeln halt ein paar Zivis im Altenheim oder Krankenhaus herum für zehn Monate, sind herzlich unmotiviert und werden im schlimmsten Fall sogar zu Tätigkeiten gezwungen, die sie nicht tun dürfen genau wie damals. Kaum sind sie halbwegs eingelernt, was ein paar Monate dauern wird, sind sie dann auch schon wieder weg. Am Ende haben wir dann die Schulzeiten verkürzt, damit die Leute früher mit ihren Ausbildungen und im Studium fertig sind und länger in die Rentenkasse einzahlen, nur um das Ganze dann wieder mit dem Arsch einzureißen.