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Für Getränke mit einem Zuckergehalt zwischen 4,5 und 7 Gramm pro 100 Milliliter sollen dem Papier zufolge 26 Cent je Liter fällig werden. Bei mehr als sieben Gramm wären es 32 Cent, bei mehr als zehn Gramm 38 Cent pro Liter. Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten. Damit wären beispielsweise Cola Zero, Sprite Zero oder Fanta Orange Zero betroffen.
Die zusätzliche Abgabe würde zudem nicht einfach bei den genannten Centbeträgen bleiben. Auf die Steuer käme die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Dadurch könnte der Endpreis noch stärker steigen.
Ein Beispiel: Eine Flasche Coca-Cola mit einem Liter Inhalt enthält laut den Angaben 10,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Dafür würden 38 Cent Steuer pro Liter fällig. Einschließlich Mehrwertsteuer ergäbe sich ein Aufschlag von rund 45 Cent. Ausgehend von einem bisherigen Preis von 1,23 Euro würde die Flasche demnach rund 1,68 Euro kosten. Noch deutlicher könnte der relative Aufschlag bei zuckerfreien Getränken ausfallen.
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Wieso zum fick betrifft dies auch Säfte? Ich dachte die Zuckersteuer betrifft Getränke mit zugesetztem Zucker und eben nicht solche die von sich aus bereits Fruchtzucker enthalten?
weil ansonsten eine cola einfach als “dattel-saft mit zugesetztem koffein, farbstoff etc” verkauft wird - damit ist es quasi ein fruchtsaft und daher von der steuer befreit.
Dattelsaft? Wie etwa bei… Holy!?
datteln bestehen fast nur aus zucker und werden daher gerne bei lebensmittel zugesetzt … damit dann draufstehen kann “zucker nur aus früchten, kein zucker zugesetzt”. was ja auch stimmt … die früchte sind halt auch wieder nur zucker.
Säfte sind unfassbar ungesund. Ob du jetzt O-Saft oder Fanta trinkst, ist Jacke wie Hose.
Nachtrag: Laut Tagesschau wären Fruchtsäfte aus Konzentrat und Nektar betroffen, Direktsäfte also nicht.
Total bescheuert ist das. Der aus konventioneller Landwirtschaft stammende, in einem kleinen, regionalen Betrieb hergestellte Saft in der Mehrweg-Flasche (den es hier längst nicht überall zu kaufen gibt, was an sich schon blöd ist) wird jetzt noch also schlechtere Karten haben bekannt zu werden, Absatz zu finden und sich durchzusetzen. Der Lebensmittelhandel und die große Konkurrenz hingegen dürften höhere Steuern egal(er) sein, die finden Mittel und Wege zur Querfinanzierung, setzen ihre Marke ein um die Loyalität der Kundschaft (Märkte und Haushalte) aufzubauen/aufrecht zu erhalten. Außerdem traue ich denen zu Tricks anzuwenden oder Wege zu beschreiten um knapp unter Grenzwerten zu bleiben.
Die Tagesschau schreibt, dass Fruchtsäfte aus Konzentrat und Nektar betroffen sein sollen. Der direkt-gepresste Apfelsaft von der Streuobstwiese nebenan wäre also raus.
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundesregierung-zuckersteuer-ausweitung-100.html
Du hast das Ziel der Lobbyisten also verstanden …
Soweit ich weiß, ist Fruchtzucker sogar noch ungesünder als Haushaltszucker, da er in höheren Mengen die Leber schädigt bzw. Fettleber begünstigt. Bei ganzen Früchten nicht so schlimm, da deren Ballaststoffe die Aufnahme verlangsamen und sich auch kaum jemand 5 Äpfel oder Orangen auf einmal reinhaut, aber bei Saft ist das eben ein Problem.
Weil die Hersteller der Zuckerprodukte nicht schlechter dastehen wollen. Klassische Lobbyarbeit.
Da die Quelle des Berichtes ein von der Bild zitiertes Papier des BMF ist, hoffe ich, auf einen Fehler beim Abschreiben.
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