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Die Benachteiligung war laut der Forschungsgruppe in kleinen Betrieben und im Handwerk besonders deutlich, in ländlichen Regionen fiel sie zudem deutlich stärker aus als in Großstädten. Einzig bei Ausbildungsplätzen in der Öffentlichen Verwaltung scheint der Name keine große Rolle zu spielen.
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Das “witzige” ist: Das ist (vermutlich) überall so.
Ich habe längere Zeit in Vietnam gelebt (nicht in den Expat Regionen), und war dort weit und breit das einzige “Weißbrot”. Du merkst schnell, dass du - obwohl du die Sprache sprichst - nicht ganz für voll genommen wirst. Egal was ich machen musste - es wurde mir erklärt als ob ich irgendwie minderbemittelt wäre, gleichzeitig waren die Standards an der meine Arbeit gemessen wurde deutlich höher als bei den Einheimischen. Generell Jobs zu bekommen war… problematisch, um es mal vorsichtig auszudrücken. In Hanoi war es im Gegenzug deutlich einfacher: Die Leute waren Ausländer mehr oder weniger gewohnt und die Vorurteile waren dann auch dementsprechend weniger ausgeprägt (bzw. merkbar).