Zuerst mal:
Der Eingang einer eCall Meldung oder eines Smart-Devices ist erstmal nur ein Notruf wie jeder andere - und das heißt nicht,dass da jedes Mal Kräfte real raus geschickt werden.
Um mal einen Vergleich zu liefern:
Die Leitstelle München nimmt am Tag 2000-3000 Notrufe entgegen.
3250 eCall Notrufe entsprechen also 8-9 Notrufe am Tag.
(Wobei es hierbei ja nicht so ist,das diese alle “zusätzlich” entstehen - ein gewisser Teil hat ja auch seine Berechtigung und ersetzt so normale Notrufe)
Normale Handy-Taschen-Notrufe sind übrigens eine ganz andere Dimension, hier reden wir in großen Leitstellen von mehreren pro Stunde. Mit dem Extra-Benefit,dass man theoretisch die Rufnummer bei Verbindungsabbruch zurück rufen müsste. (Machen aber bei weitem nicht mehr alle Leitstellen)
Nichts desto trotz sind eCall Alarme natürlich manchmal nervig, es kommt definitiv zu Fehleinsätzen und vor allem über-Triagierung (man entsendet mehr Mittel als man bräuchte).
Die Problematik ist hier auch nicht der Standard -es gibt durchaus Integration in Leitstellensysteme. Nur halt nicht in alle…was nicht am seit Jahren 20 Jahren bekannten Standard liegt.
Ein Nebenfaktor ist hierbei die fehlende Flexibilität der deutschen Leitstellen (Behörden und Hilfsorganisationen nehmen sich da leider nichts) - in vielen Leitstellen wird auf einen eCall Alarm genauso alarmiert wie bei einer “Maximalmeldung” - sprich: kann man keinen Sprechkontakt aufbauen alarmiert man erstmal volles Rohr (=A4 hat vier Plätze,also geht man von vier eingeklemmten, bewusstlosen Personen aus.) Das ist natürlich großer Schwachsinn, aber ist halt typisches Verwaltungsdenken in DE.
Das zweite Problem sind die Nutzer - niemand kann und sollte etwas über die Auslösung eines Notrufes nach einem Unfall haben- aber leider wissen viele Autofahrer nicht einmal,dass sie eCall haben & ignorieren im Schock dann auch noch die Sprachansagen des Autos. Dementsprechend steigen sie aus, es besteht kein Sprachkontakt mehr und Kräfte werden alarmiert.
Tlw. ignorieren die Leute aber den eCall auch einfach, selbst wenn sie es mitgekriegt haben.
Man darf auch die andere Seite nicht vergessen:
Ich habe im Rettungsdienst angefangen wo “jeder hat ein Handy” erst so langsam Standard wurde und das Netz gerade am Land noch Scheisse war.
Ich hab selber schon den Tod zweier 18 Jähriger Mädchen feststellen müssen, die Stunden-lang eingeklemmt neben einer gar nicht so unbefahrenen Landstraße lagen. Laut Rückmeldung aus der Rechtsmedizin wäre die eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit rettbar gewesen,die andere mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Ein anderes Mal hatte ein älterer Herr nur das Glück, dass sein Auto von Straßenarbeitern rechtzeitig gefunden wurde - wir haben ihn mit 31° übergeben bekommen.
Zuerst mal: Der Eingang einer eCall Meldung oder eines Smart-Devices ist erstmal nur ein Notruf wie jeder andere - und das heißt nicht,dass da jedes Mal Kräfte real raus geschickt werden.
Um mal einen Vergleich zu liefern: Die Leitstelle München nimmt am Tag 2000-3000 Notrufe entgegen. 3250 eCall Notrufe entsprechen also 8-9 Notrufe am Tag. (Wobei es hierbei ja nicht so ist,das diese alle “zusätzlich” entstehen - ein gewisser Teil hat ja auch seine Berechtigung und ersetzt so normale Notrufe) Normale Handy-Taschen-Notrufe sind übrigens eine ganz andere Dimension, hier reden wir in großen Leitstellen von mehreren pro Stunde. Mit dem Extra-Benefit,dass man theoretisch die Rufnummer bei Verbindungsabbruch zurück rufen müsste. (Machen aber bei weitem nicht mehr alle Leitstellen)
Nichts desto trotz sind eCall Alarme natürlich manchmal nervig, es kommt definitiv zu Fehleinsätzen und vor allem über-Triagierung (man entsendet mehr Mittel als man bräuchte). Die Problematik ist hier auch nicht der Standard -es gibt durchaus Integration in Leitstellensysteme. Nur halt nicht in alle…was nicht am seit Jahren 20 Jahren bekannten Standard liegt. Ein Nebenfaktor ist hierbei die fehlende Flexibilität der deutschen Leitstellen (Behörden und Hilfsorganisationen nehmen sich da leider nichts) - in vielen Leitstellen wird auf einen eCall Alarm genauso alarmiert wie bei einer “Maximalmeldung” - sprich: kann man keinen Sprechkontakt aufbauen alarmiert man erstmal volles Rohr (=A4 hat vier Plätze,also geht man von vier eingeklemmten, bewusstlosen Personen aus.) Das ist natürlich großer Schwachsinn, aber ist halt typisches Verwaltungsdenken in DE.
Das zweite Problem sind die Nutzer - niemand kann und sollte etwas über die Auslösung eines Notrufes nach einem Unfall haben- aber leider wissen viele Autofahrer nicht einmal,dass sie eCall haben & ignorieren im Schock dann auch noch die Sprachansagen des Autos. Dementsprechend steigen sie aus, es besteht kein Sprachkontakt mehr und Kräfte werden alarmiert. Tlw. ignorieren die Leute aber den eCall auch einfach, selbst wenn sie es mitgekriegt haben.
Man darf auch die andere Seite nicht vergessen: Ich habe im Rettungsdienst angefangen wo “jeder hat ein Handy” erst so langsam Standard wurde und das Netz gerade am Land noch Scheisse war. Ich hab selber schon den Tod zweier 18 Jähriger Mädchen feststellen müssen, die Stunden-lang eingeklemmt neben einer gar nicht so unbefahrenen Landstraße lagen. Laut Rückmeldung aus der Rechtsmedizin wäre die eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit rettbar gewesen,die andere mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Ein anderes Mal hatte ein älterer Herr nur das Glück, dass sein Auto von Straßenarbeitern rechtzeitig gefunden wurde - wir haben ihn mit 31° übergeben bekommen.
Übrigens passiert sowas auch heute noch: https://www.stern.de/news/baden-wuerttemberg--vermisste-nach-einer-woche-tot-in-auto-neben-landstrasse-gefunden-35945098.html