Vertreter:innen aus der Wissenschaft oder der Zivilgesellschaft waren in dem Gremium nicht vertreten.
Warum wundert mich das nicht?
Darüber hinaus spricht sich die Kommission dafür aus, das sogenannte Once-Only-Prinzip konsequent umzusetzen. Es sieht vor, dass Bürger:innen ihre Antragsdaten nur noch einer Behörde mitteilen, die diese dann an andere Behörden weitergeben kann.
Das klingt aber tatsächlich nach einer Verbesserung.
Theoretisch ja. Praktisch wird diese Interamtkommunikation aber so schlecht, dass ständig Daten fehlen, die Anträge deshalb liegenbleiben und man als Antragsteller aber keinerlei Feedback aus der Black Box bekommt.
Erfahrungsgemäß wird das leider so kommen, ja.
Gestrichen werden soll also u.A folgendes:
Der Ersterhebungsgrundsatz sieht vor, dass personenbezogene Sozialdaten grundsätzlich direkt bei der betroffenen Person selbst erhoben werden müssen und nicht etwa beim Arbeitgeber. Betroffene Person können so derzeit selbst darüber entscheiden, ob und wie ihre Daten preis- und weitergegeben werden.
Ich weiß nicht, wie ich das finde.
Aber auch bei Ermessensentscheidungen soll KI verstärkt zum Einsatz kommen – allerdings nur „unterstützend“, wie der Bericht betont. Die Entscheidungen müssten „in menschlicher Hand“ verbleiben.
Das ist doch eine Farce. Nach aller Lebenserfahrung wird da nach einiger Zeit einfach abgenickt. Vielleicht nicht sofort aber nach ein paar Jahren mit Sicherheit. Macht einfach weniger Arbeit.
nach einiger Zeit einfach abgenickt
Nach einiger Zeit, also quasi sofort.
So sollen „rein regelgebundene Prozesse ohne Ermessens- und Beurteilungsspielraum“ künftig „weitgehend automatisiert ablaufen“.
Finde ich total sinnvoll, aber was hat das mit KI zu tun?
Ja, echt, wenn’s keinen Beurteilungsspielraum gibt, dann löst man das am besten mit klassischen Algorithmen. Damit hätte man vor einem halben Jahrhundert schon anfangen können.
Mit KI kannst du das Fördergeld deinem Kumpel geben, der auch keine Erfahrung mit dem Thema hat, weil KI ja für alle so neue Technik ist, da ist es halt schwer zu sagen wer da Ahnung hat (Spoiler, ist es nicht).
KI kann improvisieren, wenn die Regeln nicht ganz klar als solche benannt werden können, oder um schnelle Entscheidungsvorlagen zu formulieren. Teilweise reichen da kleine Sprachmodelle für aus. Es ist oft ein kleines, nettes Werkzeug, um die Prozesssutomatisierung nochmal zu versuchen.
Edit: Ja ich sehe ein, dass die Wortwahl gar keinen Spielraum zulässt und damit mein Kommentar hier falsch ist. Allerdings ist euer pauschaler KI-hate genauso unangebracht wie pauschal KI für alles einzusetzen. Es gibt sehr gute Prozesssutomatisierungen mittels KI. Der Begriff „KI“ ist übrigens nicht falsch, nur etwas generisch.
Wenn Regeln nicht (algorithmisch) formulierbar sind, dann handelt es sich ja offensichtlich nicht um
„rein regelgebundene Prozesse ohne Ermessens- und Beurteilungsspielraum“
Stimmt :)
Wenn Regeln nicht ganz klar benannt sind, dann hat das in der Regel eben genau den Sinn, einen Ermessenspielraum zu lassen. Wenn man das dann mit einer “KI” entscheidet, kann man auch gleich würfeln.