Es ist mal wieder so weit: Es ist der erste Sonntag im Monat. Habt ihr diesen Monat etwas gemacht, um von US-Technik, spionierender DE-Technik, teuren kommerziellen Abo-Zwängen oder ähnlichem wegzukommen?
Ich persönlich war den Mai eher etwas “faul”, was eher daran liegt, dass ich schon diverses umgesetzt habe. Strava hat mir aber jetzt mit den API-Änderungen einen Teil der Arbeit abgenommen. Ich habe keine Lust ein Abo bei denen zu bezahlen und daher wird Strava bei mir demnächst durch etwas anderes ersetzt. Ich habe mir schon vor einer Weile Geo Activity Playground installiert und das macht genau das, was ich eigentlich von Strava erwarte: Es verwaltet meine Aktivitäten und zeigt dann Statistiken dazu an. Diesen ganzen sozialen Krempel benötige ich nämlich nicht und ich teile auch keine Touren in irgendwelchen Netzwerken, weil es eh keine Sau interessiert. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich die Daten da ohne den Strava-Sync rein bekomme.
Ich beschäftige mich nochmal damit ob ich irgendein cooles Open Source Projekt unterstützen statt für mein Obsidian abo bezahlen kann.
Ich persönlich mag Joplin und mittlerweile auch per abo mit der joplin cloud… Ging aber problemlos auch per syncthing
+1 für Joplin. Gibt auch den selbsthostbaren Joplin-Sync Server, dann braucht es auch kein Syncthing. Github Sponsor wäre ne Möglichkeit zu donaten.
Nutze mittlerweile logseq relativ eifrig. Allerdings weniger für private Notizen, organisiere damit die Fortschritte meiner Ahnenforschung. Sprich welche Kirchenbücher und Register hab ich schon durchgeschaut etc.
Kann logseq sehr empfehlen, nutze es aber Vanilla und habe mich noch nicht mit Plugins auseinander gesetzt.
Logseq sieht nach einem sehr interessanten Projekt aus. Ich habe gerade erst Obsidian aufgesetzt (selfhosted + syncthing) und nutze es weniger zum Wissensmanagement als eher für tägliche Notizen (Journaling, Erinnerungen, Reflexion).
Hattest du aktiv zwischen Obsidian und logseq abgewogen? Warum ist es logseq geworden?
Ich wollte ein Tool, dass FOSS ist und welches möglichst rein auf markdown arbeitet, damit Projekte im Zweifel transferierbar sind. Deshalb habe ich mich gegen Obsidian entschieden. Ich habe Obsidian früher im Studium ein wenig genutzt, war aber nie Power-User. logseq kommt mir doch relativ ähnlich vor… Außerdem habe ich zu viel Sorge vor enshittification bei Obsidian.
Ich habe logseq einfach als Client auf meinem Desktop aufgesetzt, nutze aber wie gesagt eigentlich nur Links, ein wenig Hierarchie, hier und da mal eine todo-Box.
Wenn du Obsidian gerade erst aufgesetzt hast, schau dir logseq doch ruhig mal an bevor du zu sehr nach Obsidian committest.
Gibt es da ein großes Potential zur enshittification?
Obsidian ist eins der Abos, die ich gerade überlege neu abzuschließen.
Ja und nein. Es ist natürlich eine Firma und die Firma will und muss Geld verdienen und egal, wie enthusiastisch und nett die jetzt sind, im Zweifelsfall wechselt dann in wirtschaftlich schweren Zeiten das Management, die Besitzer und Investoren schmeißen das jetzt nette Management raus und es kommt jemand, der den Laden auf Gewinn trimmt. Was dann bedeutet, dass sie versuchen dich zu melken. OpenSource-Software hat diese Dynamik so nicht