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    3 days ago

    Deine beschreibung mit den Erlebnissen nahe bahnhof war tatsächlich der hauptgrund, weshalb ich trotz jobticket darauf umgestiegen bin nach FFM innenstadt mim auto zu fahren.

    Ist in vielerlei hinsicht scheiße für unwelt und die city aber ich wollte das einfach nicht mehr ertragen.

    Finanziell dadurch maximal negativ für mich, aber der preis war es mir wert.

    Ich mein diese situation hat das fass halt nur zum überlaufen gebracht.

    Unzuverlässige bahn, oft keine klimaanlage im sommer. Dann im winter gern mal in offenbach gestrandet sein zu ner gottlosen uhrzeit, weil man mal bissl länger gearbeitet hat und sich jemand auf die bahngleise geworfen hat… da dann ne bus-verbindung für 30km strecke zu finden. Yayyyy

    Und mim auto haste deine metallenen 4 wände, klimatisiert, geschützt vor pöblern und sonstigen komischen gestalten. Und wenns mal staut, sitzt du immerhin wenigstens noch in deinem auto und nicht auf irgend nem gruseligen gleis in dunkelheit und bei niedrigen temperaturen fest und betest, dass dein handyakku noch genug dampf hat.

    Im auto ist dir so ein stundenlanger stau halt mehr inconveniance anstatt einer gefahr.

    Will dass alles nur belichten um mal ne first-hand erfahrung zu teilen, von jemandem der jahrelang mit den öffis in ne metropole gependelt ist und letztendlich aufs auto umgestiegen ist. Also um mal zu zeigen, woher womöglich die vielen autofahrer kommen.

    Und gleichzeitig zeigt das halt auch, dass ganz konkret probleme bestehen, die die leute weg von den öffis treiben, hin zum auto. Und die kann man angehen.

    Besser beleuchtete bahnhöfe. Actually mal ne strategie für reisende parat halten, wenn mal eine komplette streckensperrung auf einer der größten pendelabschnitten geschieht und auch die kunden darüber informieren…

    Und eben halt auch dafür sorgen, dass die innenstädte und vorallem die bahnhöfe angstfrei nach dunkelheit passierbar sind und auch die wege dorthin.

    Der autofahrer geht von seinem arbeitsort zu seinem auto, verschließt die türen und fährt los. Der zugfahrer hat ne menge mehr probleme.

    • plyth@feddit.org
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      3 days ago

      Und eben halt auch dafür sorgen, dass die innenstädte und vorallem die bahnhöfe angstfrei nach dunkelheit passierbar sind

      Wieviel zu viel Verschwörungstheorie ist es, davon auszugehen, dass es gewollt ist und genau so der Individualverkehr gefördert wird?

      • Quittenbrot@feddit.org
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        3 days ago

        Da schneidet Ockham’s Rasiermesser.

        Außerdem: die Politiker, die besonders mit MIV liebäugeln, würden liebend gern nachts überall Hundertschaften der Polizei patrouillieren lassen, die alles wegkloppen und einsperren, was ihrer Ansicht nach nichts im Stadtbild zu suchen hat.

        • ftbd@feddit.org
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          3 days ago

          nachts überall Hundertschaften der Polizei patrouillieren lassen

          Ich dachte wir sprachen darüber, dass der öffentliche Raum sicher werden soll?

        • plyth@feddit.org
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          3 days ago

          Dann haben wir kein funktionierendes Modell. Wir haben Politiker die für Sicherheit sorgen würden um den ÖPNV zu stärken und wir haben Politiker, die die Stärkung des ÖPNV akzeptieren würden, wenn sie dafür für Ordnung sorgen könnten. Angstfreie Bahnhöfe wollen beide. Es fehlt die Erklärung, warum sie es nicht umsetzen.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            3 days ago

            Da kann ich dir nicht folgen.

            Wir haben Politiker die für Sicherheit sorgen würden um den ÖPNV zu stärken und wir haben Politiker, die die Stärkung des ÖPNV akzeptieren würden, wenn sie dafür für Ordnung sorgen könnten.

            Was meinst du damit?

            • plyth@feddit.org
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              3 days ago

              Grüne wollen ÖPNV, CDU will Sicherheit. Beide müssten am Bahnhof für Ordnung sorgen, machen es aber nicht. Ockham’s Rasiermesser erfordert mehr Komplexität. Ein Grund wäre, dass die Elite so den MIV attraktiv hält.

              • Quittenbrot@feddit.org
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                3 days ago

                Wieso sprichst du hier explizit von Grünen und Union?

                Ist die Linke, als eine Partei pro ÖPNV, für verstärkte Präsenz von Ordnungsmacht in Bahnhöfen? Ich glaub eher nicht.

                Eine Partei wie die AfD hingegen, die für die “Freiheit des deutschen Diesels für den deutschen Mann” ist, würde hingegen am liebsten jeden Zug einzeln durchkämmen und dabei alle Ausländer, Drogenabhängigen, Obdachlosen, Bettler und wer noch so stört, sofort wegsperren lassen.

                Die von dir vermutete Verwicklung der Themen bei den Parteien existiert mMn nicht. Ein Law & Order-Politiker will Law & Order überall - und lässt nicht Bahnhöfe aus, schon gar nicht, damit mehr Leute ins Auto steigen. Sein Ziel ist ja gerade, seine Vorstellung von Ordnung auch in die Bereiche zu transportieren, die ‘den Gegner’ betreffen.

                • plyth@feddit.org
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                  3 days ago

                  Wieso sprichst du hier explizit von Grünen und Union?

                  Damit es weniger abstrakt ist. Meine eigentliche Aussage aus dem Kommentar vorher galt für alle Parteien.

                  Ein Law & Order-Politiker will Law & Order überall -

                  Der normale Politiker will das, aber die Elite wird ihn überzeugen, es nicht umzusetzen. Die CDU ist eigentlich eine konservative und keine neoliberale Partei. Wenn Parteien Politik am Volk vorbeimachen, und selbst ihre Stammwähler verraten, kann das keine Mehrheitsentscheidung sein.

                  • Quittenbrot@feddit.org
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                    3 days ago

                    Der normale Politiker will das, aber die Elite wird ihn überzeugen, es nicht umzusetzen.

                    So lautet deine Behauptung, ja. Nur, damit es mehr wird als eine Behauptung, braucht es schon mehr Substanz als eine einfache in den digitalen Raum gestellte Äußerung. Woran konkret machst du das denn fest?

                    Wenn wir tatsächlich davon ausgehen wollen, dass es eine mehr oder minder versteckt agierende Elite gibt, die die ‘normalen Politiker’ kontrolliert, sobald diese zu mächtig werden, müssten wir mindestens (!) Politiker sehen, die erst knallhart Law & Order fordern, dann an der Macht jedoch einen erstaunlichen blinden Fleck bzgl Sicherheit in Zügen an den Tag legen müssten.

                    Darüber hinaus müssten wir, über alle Parteigrenzen innerhalb des Bundestages hinweg und seitdem es diese klandestinen Eliten gibt (wann?), ein System des Schweigens haben, das niemand enthüllt. Kein frustrierter Ausscheidender aus der Politik, kein Altersmüder, der sich die Seele reinreden will, kein Seitenwechsler zur ‘den Guten’, etc. Wie realistisch ist es, von so einem System auszugehen, ohne als Verschwörungstheoretiker enden zu müssen?