Ich habe Mitgefühl mit dem Tier, aber das ganze Medienereignis von vorne herein so sehr ich konnte ignoriert. Wenn so ein Hype, Gafferei und Selbstdarstellerei auf dem Level betrieben werden, dann kommt selten etwas gutes dabei raus und dann macht man durch die eigene Aufmerksamkeit selten noch etwas besser.
Ein Peilsender sollte dokumentieren, wo sich der zuvor gestrandete Wal nun hinbewegt. Doch scheinbar funktioniert die GPS- Übertragung nicht.
Naja, GPS funktioniert nicht unter Wasser, sondern nur, wenn der Wal auftaucht. Und Wale können ihren Atem nur maximal eine Stunde anhalten. Wenn sie nicht ertrunken sind…
Vor allem muss Team #SprengtTimmy jetzt die ganze Nordsee sprengen
Eine einfache Taurus wird ja jetzt nicht mehr reichen, deshalb finde ich muss man mal wieder über die deutsche Atombombe reden.
Das sollte ja ein Klacks sein, bei den ganzen Sprengstoffaltlasten, die dort verklappt wurden.
Einfach Wal an der gleichen Stelle verklappen, wie die Sprengstoffaltlasten, dann sprengt der sich quasi von selbst.
Die Nordsee ist zwar ein kleines Meer, aber immer noch sehr groß. Allgemein skaliert Sprengen sehr schlecht, deswegen hat auch nie jemand versucht, einen größeren Sprengsatz als die Zarbombe zu zünden, obwohl das technisch durchaus machbar wäre.
Wenn es wirklich so ist, dass der Wal Reste eines Fischernetzes geschluckt haben soll, dann ist das Schicksal des Tieres schon besiegelt, als es auf der Sandbank gestrandet ist. Die ganze Zeit, wo er gelegen hat, hat der Wal ja auch nichts gefressen. Ich glaube, es ging eigentlich nur darum, dass der Wal nicht vor der eigenen Haustür verenden sollte, weil das etwas ist, was einem den Spiegel vorhält - nämlich, wie wir (als Menschheit) mit unserer Fauna umgehen. Viele Influencer und Tierschützer haben diese Gelegenheit genutzt, um sich zu profilieren, aber geholfen hat es, wenn überhaupt, nur ihnen. Dem Wal nicht. Es stellt sich mir (als selbsternannten Walexperten aus dem Homeoffice, der sich nur am Rande mit dem Thema beschäftigt hat) die Frage, warum man den Wal nicht gleich, nachdem er bereits das erste mal gestrandet war, zurück ins offene Meer transportiert hat.
Der Wal wird wohl ertrunken sein, da er schon zu sehr geschwächt war. Das ist ein Tod, der in der freien Natur wahrscheinlich sehr häufig eintritt, und schneller, als im seichten Wasser langsam dahinzusiechen. Der Wal wäre so oder so verendet, die Natur ist bei sowas sehr grausam.
Woanders habe ich (zumindest in der Überschrift) gelesen, dass die Retter die Daten des Peilsenders wohl nicht freigeben (wollen?).
Die ganzen besoffenen, “Deutschland!”-grölenden Schwurbler waren vielleicht auch nur deshalb so interessiert, weil sie etwas ins Meer abschieben wollten. Scheiß drauf, was danach passiert.
Vielleicht verkaufen sie ihn ja in Stückchen wie die Berliner Mauer?
Wird eher zu Globuli verarbeitet und an die ganzen Schwurbler verkauft.
Bedrückender Artikel.
Nicht falsch oder unpassend aber irgendwie auch nichts neues.
Ja, es ist alles ungerecht.
Ja, das war vermutlich auch alles sinnlos und Symbolpolitik und ein reines Medienspektakel obendrein.
Ja, man hätte das alles sinnvoller und humaner veranstalten können.
Aber was sind denn die Konsequenzen daraus?
Es fühlt sich einfach so an als würde in den Wind gepredigt werden.
Es gibt nun mal Leute die solche Politiker wählen und dann auch das bekommen was sie gewählt haben. Auch wenn Leute sich Augen und Ohren vor der Wahrheit zu halten, dürfen die immer noch wählen. Und das scheint halt nun mal ein beängstigend großer Anteil der Bevölkerung zu sein.
Das war vorher klar.
Sehr schön, dann haben wir noch unendlich viel Potenzial für Verschwörungstheorien, rund um den Wal.
Deutsche MH370 - Der Wal wurde vom BND gestohlen und wird nächstes Jahr in die Frankfurter Skyline fliegen
Du denkst noch immer, dass das ein WAL war? Schlafschaaf!! /s
Ist das nicht irgendwie ein win-win Szenario? Entweder er ist (wider erwarten) gesund und munter davongeschwommen und lebt glücklich bis ans ende seiner Tage (etc. pp.) oder aber er ist einfach abgesoffen und ihm wurde so ein langsamer, qualvoller Tod auf der Sandbank erspart.
Das Problem ist, dass die Fahrt teuer, wahrscheinlich unnütz und für den Wal mit Stress und Quälerei verbunden war. In einem anderen Artikel wurde etwa beschrieben, dass der Wal in seinem Boot immer wieder gegen die Wände geprallt sei und wohl auch mit einem an seiner Flosse befestigen Seil befestigt/gezogen worden sein soll, was bei Walen zu schweren Verletzungen führen kann und nie nie nie passieren sollte. Der Tod auf der Sandbank wäre weniger qualvoll gewesen und man hatte wenigstens wissenschaftlich was draus lernen und die Ressourcen anderweitig nutzen können.
Was den Punkt “teuer” angeht: Das ganze war doch privat finanziert…
Was den Tod auf der Sandbank angeht: Ich weiß nicht ob es weniger qualvoll ist langsam zu verhungern / vom eigenen Gewicht erdrückt zu werden während Möwen schon mal anfangen deine oberen Hautschichten zu futtern…
Die wohlhabenden Damen und Herren haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, eine Stiftung zu gründen, die sich für das Wohl der Wale (Walwohl) einsetzt. Sie könnte “Timmy H. Wal-Stiftung” heißen und sich für Forschung und Bestandsschutz einsetzen.
Was das Ausmaß der Qual angeht: Das kann ich nicht beurteilen. Wenn das Ziel aber ist, dem Wal durch menschliche Eingriffe zu einem humaneren Tod zu verhelfen, wäre Sprengen evtl. wirklich besser gewesen.
Der Politiker, der die Sprengung vorschlägt, hätte vermutlich selbst einen Sprengsatz in seinem Briefkasten gefunden.
Das hat mich an der Geschichte am Meisten verängstigt: Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung inzwischen ist.Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung inzwischen ist.
Da hatten wir in der Lokalpolitik auch so beispiele. Hauptsache irgendein dummes Aufregerthema hochjazzen, für das sich vor 10 Jahren noch keine Sau interessiert hätte. Querdenker etc. natürlich vorne mit dabei.
Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung
inzwischenist.Immer hat gewesen!
Schrödingers Wal