• Ooops@feddit.org
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    5 days ago

    Wer auch immer die Leitung gesprengt hat, hat Russland damit eine wichtige Finanzierungsquelle für den Angriffskrieg genommen

    Preisfrage: Wie viel Gas (und damit in der anderen Richtung Geld) floss denn bei der Zerstörung der Pipelines, und auch in den Monaten zuvor?

    a) 0
    b) nichs
    c) gar keins

    Bonusfrage: Warum war Nordstream2 nicht in Betrieb?

    a) weil die deutsche Regierung die Inbetriebnahme von jeher von der Achtung der ukrainischen Grenzen durch Russland abhängig gemacht hat
    b) weil die deutsche Regierung die Zertifizierung in dem Moment zurückgezogen hat, als Russland Ostgebiete der Ukraine als unabhängig anerkannt hat (also noch vor ihrem späteren Einmarsch)
    c) weil Deutschland die zusätzlichen Transportkapazitäten gar nicht brauchte, da die Pipeline überhaupt kein Gas nach Deutschland bringen sollte, sondern Gas über Deutschland in andere EU Länder (dafür hatten deren Energieunternehmen sie ja gebaut)

    Und zum Abschluss: Was hat der Angriff auf die Pipelines bewirkt?

    a) einen Verbündeten und einer der größten Unterstützer der Ukraine unnötigerweise vor den Kopf gestoßen
    b) keine Änderung der Gaslieferungen
    c) man hat Russland Geld gespart, weil sie jetzt nicht mehr für vertraglich vereinbarte aber nicht durchgeführte Lieferungen haftbar gemacht werden konnten

    Spoiler

    Die Antwort auf alle drei Fragen lautet: a, b und c…

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      5 days ago

      Die Antwort auf die erste Frage hätte sich jederzeit ändern können. Leider gibt es in Deutschland genug putinfreundliche und korrupte Politiker und Parteien, dass man sich auf irgendwelche Zusagen in die Richtung nicht langfristig verlassen kann. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Russland sehr erfolgreich mittels psychologischer Kriegsführung agiert, um ihm genehme politische Entscheidungen oder Machtverhältnisse in westlichen Ländern zu voranzutreiben. (Brexit, Wahl Donald Trumps, Erstarken rechter, putinfreundlicher Parteien in praktisch allen EU-Ländern, inklusive AfD in Deutschland)

      Zur dritten Frage denke ich, dass es da hauptsächlich um die Gelegenheit ging. Natürlich kann man eine solche Aktion in die Zukunft verschieben, aber wenn man jetzt eine Möglichkeit hat, sie durchzuführen, und angesichts ständiger russischer Sabotageangriffe auf westliche Infrastruktur, (Anker “ausversehen” durch Unterseekabel ziehen war auch zu der Zeit schon ein Ding, soweit ich mich erinnern kann) musste man davon ausgehen, dass Infrastruktur irgendwann besser bewacht wird. Auch das geeignete Personal zur Durchführung einer solchen Aktion kann zu einem passenderen Zeitpunkt nicht (mehr) verfügbar sein, schließlich ist Krieg und Sabotagespezialisten leben im Krieg gefährlich.

      • Melchior@feddit.org
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        5 days ago

        Einer der zwei NordStream2 Stränge wurde nicht zerstört. Damit kann man technisch immer noch Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Das passiert allerdings nicht.

        • Elvith Ma'for@feddit.org
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          5 days ago

          Bringt mich zu einem Gedankenexperiment: Könnten wir denn nicht gleichzeitig Russland sanktionieren, sodass sie kein Gas liefern dürfen UND auf die Strafzahlungen wegen den vertraglich geregelten aber nicht erbrachten Liefermengen bestehen?