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Cake day: August 19th, 2021

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  • Naja, mit GPS und Mobilfunk ist ja nicht gesagt, ob das Ding am Straßenrand oder mitten auf dem Gehweg steht. Das mit den Bewegungssensoren wusste ich dagegen noch nicht. Habe so ein Teil auch erst einmal genutzt und persönlich sind mir die Teile auch echt schnuppe - nur geht mir diese Bigotterie wie gesagt enorm auf den Senkel, in welchem Maß da nach Recht und Ordnung geschrien wird, während tonnenschwere PKWs tagtäglich Gehwege zustellen, man alle Schaltjahre mal einen Abschleppwagen sieht und der Aufschrei in der Boomerpresse über Wochen anhält, wenn irgendwo mal ein Ordnungsamt auf die Idee kommt, für Gehwegparken auch nur Knöllchen zu verteilen.

    Bei uns ist Freefloating für Mietscooter verboten, dafür schiebe ich bei schönem Wetter hier eben locker ein halbes Dutzend Bikesharing-Räder vom Gehweg, die stattdessen eben äußerst beliebt sind. Das Problem ist nun einmal in der Gesellschaft und nicht im Fahrzeug zu verorten.




  • Wenn die Halter dafür haften müssen, haben sie Anreize, die Strafe an die Person weiterzugeben, die den Roller falsch abgestellt hat.

    Und wie soll der Vermieter ermitteln, ob den E-Scooter der letzte Nutzer oder ein Vandale auf den Gehweg geschmissen hat?

    Wenn sowas auch nur halbwegs konsequent durchgezogen wird - also auch für Leihräder gilt und Autos konsequent abgeschleppt werden, nur zu. Hier kotzt mich diese Selektivität dermaßen an wie schon bei der “Zuckersteuer”, die jungen Leuten Steuern für ne Limonade aus der Tasche zwackt, während Omas Sahnetorte mit nem ermäßigten Mehrwertsteuersatz begünstigt wird. Das ist gelebte Gerontokratie und passt zu gut zu einer Bundesregierung aus Parteien, die unter den Wehrfähigen keine 10% der Berliner:innen mehr erreichen.




  • Vorweg: Mir liegt es fern, einer solchen Plattform jedwedes Vertrauen zu schenken. Aber nach Lesen des Artikels stellt sich mir stellenweise schon die Frage, worin hier jetzt die große Innovation liegt. Was hier passiert, ist doch weitgehend (!) nichts anderes, als wenn ich mich entscheide, Facebook Dating anstatt Bumble zu verwenden: Die Daten, die ich an Facebook Dating herausgebe, landen eben auch bei Facebook bzw. Meta. Das ist nicht schön, aber ehrlich gesagt erwarte ich ein solches Verhalten doch. Und dies ist einer der Hauptgründe, warum ich eben bis heute kein WhatsApp nutze - wobei hier natürlich doch noch einmal ein Unterschied liegt: Während WhatsApp vorgeblich “nur” Metadaten für Meta absaugt und verwertet, greift Super vermutlich auch unverblümt auf die Gesprächsinhalte zu.


  • Viele Gastronomen hatten bereits vor der Mehrwertsteuersenkung angekündigt, diese vorwiegend dazu zu nutzen, um die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kosten für die Betriebe auszugleichen.

    Dass dies der Zweck der Steuersenkung war, ist von der Politik auch so kommuniziert worden.

    Das stimmt schon, für mich bleibt aber noch der fade Beigeschmack aus der Erinnerung, als die Großbäckerei Steinecke nach Auslaufen des MwSt-Rabatts als Hilfsmaßnahme während der Pandemie die Preise kräftig anzog und dabei in Aushängen darauf hinwies, wie sehr sie die Preiserhöhungen bedauern, die aber aufgrund der politisch gewollten Steuererhöhung doch unausweichlich seien. Tatsächlich verbarg sich dahinter nichts anderes als ein Auslaufen des Rabatts. So kann man sich einen Kundenboykott eben auch erkämpfen.

    Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation der Gastronomie insgesamt kann ich den Schritt aber trotz des Beigeschmacks politisch noch nachvollziehen - anders als bei der Senkung der Luftverkehrssteuer, während die Branche bereits in Rekordlaune war und die Steuergeschenke natürlich lieber an die Investor:innen als die Kundschaft weitergab.